Mit Sinn, Führung und Innovation Talente gewinnen
Talente finden, Zukunft gestalten
Die Frage, wie Unternehmen – auch der Campus Mensch – künftig ausreichend qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte gewinnen können, wird in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der demografische Wandel, insbesondere der Rückgang jüngerer Altersgruppen sowie der bevorstehende Ruhestand der geburtenstarken Babyboomer-Generation, verschärft die Situation deutlich. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft könnten im Jahr 2028 rund 770.000 Stellen nicht mit ausreichend qualifiziertem Personal besetzt werden.
Dabei geht es nicht ausschließlich um junge Berufseinsteiger. Auch erfahrene Persönlichkeiten mit großem Potenzial, die bislang nicht in der Sozialwirtschaft tätig waren, zählen zum Nachwuchs. Häufig handelt es sich um Menschen, die sich bereits ehrenamtlich oder gesellschaftlich engagiert haben und in ihrer beruflichen Tätigkeit nach Sinn und Wirkung suchen.
Ein Hindernis stellt das Image der Gehälter im sozialen Bereich dar. Zwar hat sich hier in den letzten Jahren viel getan – die Vergütung hat im Vergleich zu anderen Branchen deutlich aufgeholt –, dennoch sind die Gehälter der freien Wirtschaft in manchen Bereichen nicht erreichbar.
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Wie kann die Sozialwirtschaft dennoch überzeugen?
Ein entscheidender Faktor ist die Qualität der Führung. Führungskräfte in sozialen Unternehmen motivieren Menschen, sich mit Engagement und Herzblut einzubringen. Diese Form der Führung ist anspruchsvoll, aber auch besonders erfüllend und langfristig attraktiv.
Ein weiterer Pluspunkt: Erfolg wird nicht ausschließlich an monetären Kennzahlen gemessen. Zwar agieren soziale Unternehmen selbstverständlich innerhalb wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, doch die Bewertung von Erfolg erfolgt ganzheitlicher – etwa anhand von gesellschaftlicher Wirkung, Teamzufriedenheit oder Innovationskraft.
Die finanzielle Basis ist in der Regel gesichert, wodurch andere Aspekte wie inhaltliche Gestaltung, persönliche Entwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten stärker in den Vordergrund rücken. Diese Freiräume und Perspektiven sind ein starkes Argument bei der Gewinnung neuer Kolleginnen und Kollegen.
Ein häufiges Vorurteil gegenüber sozialen Unternehmen ist eine vermeintlich geringe Innovationskraft. Doch gerade hier liegt ein enormes Potenzial: Wenn es gelingt, Innovationsfähigkeit glaubwürdig und erlebbar zu machen, kann dies zu einem echten Alleinstellungsmerkmal werden. Entscheidend ist dabei nicht nur, innovativ zu sein – sondern Innovation aktiv zu leben und sichtbar zu machen.
Dazu gehört auch, die Türen bewusst zu öffnen und in moderner, attraktiver Form zum Dialog einzuladen. Unkomplizierte Kooperationsformate, gemeinsame Projekte mit echtem Mehrwert und eine gegenseitige Präsenz in Öffentlichkeit und sozialen Medien sind wertvolle Bausteine für erfolgreiche Netzwerkarbeit. Formate, in denen beide Seiten voneinander profitieren und sich gegenseitig wahrnehmen, schaffen eine starke Verbindung und erhöhen die Sichtbarkeit des sozialen Unternehmens.
Am Campus Mensch nehmen wir diese Herausforderungen seit jeher ernst – und werden unsere Aktivitäten in diesem Bereich künftig noch weiter ausbauen.