Digitale Transformation stärkt Teilhabe bei Femos
Das durch die Aktion Mensch geförderte Projekt „Die digitale Transformation fördert Inklusion“ wurde von 2023 bis 2024 bei der Femos umgesetzt. Ziel war es, Arbeitsabläufe im Dienstleistungsbereich – insbesondere im Fahrdienst – digital zu unterstützen, zu vereinfachen und gleichzeitig die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu stärken. Dafür wurden unter anderem eine neue Dispositionssoftware, eine Fahrer-App sowie ein Ticketsystem eingeführt.
Eine aktuelle Befragung im Fahrdienst zeigt nun, eineinhalb Jahre nach Projektende, wie nachhaltig die eingeführten Lösungen wirken. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die digitalen Systeme heute fest im Arbeitsalltag verankert sind. Touren werden vollständig digital geplant, Aufträge zentral gesteuert und viele frühere Papierprozesse konnten deutlich reduziert werden.
Aus Sicht der Mitarbeitenden (Menschen mit und ohne Behinderung) haben sich vor allem die Abläufe verbessert. Die Tourenplanung ist übersichtlicher und aktueller, Informationen sind jederzeit verfügbar und die Abstimmung zwischen Disposition und Fahrdienst funktioniert deutlich reibungsloser. Gleichzeitig sorgt die digitale Unterstützung dafür, dass Aufgaben klarer strukturiert sind und sich leichter nachvollziehen lassen.
Auch die Arbeitsorganisation wird insgesamt positiver bewertet. Die Aufträge sind besser gebündelt, offene Aufgaben übersichtlich dargestellt und die Arbeit dadurch einfacher zu handhaben. Die Belastung ist zwar nicht geringer geworden, sie lässt sich jedoch strukturierter und verlässlicher bewältigen.
Ein besonders wichtiges Ergebnis der Befragung betrifft die Teilhabe. Die eingesetzten Anwendungen ermöglichen durch ihre klare Struktur und einfache Bedienung einen barrierearmen Zugang zur Arbeit. Mitarbeitende mit Behinderung können Aufgaben eigenständiger bearbeiten und profitieren von einer besseren Orientierung im Arbeitsalltag.
Auch bei der Einarbeitung neuer Mitarbeitender zeigen sich positive Effekte. Vor allem die Fahrer-App erleichtert den Einstieg deutlich, da sie intuitiv aufgebaut ist und Schritt für Schritt durch die Touren führt. Bei der Dispositionssoftware besteht weiterhin Schulungsbedarf, da sie in ihrer Anwendung komplex ist und laufend weiterentwickelt wird.
Insgesamt zeigen die Rückmeldungen, dass die im Projekt angestoßenen Veränderungen nicht nur umgesetzt wurden, sondern langfristig wirken. Die Digitalisierung ist bei Femos im Alltag angekommen und trägt dazu bei, Abläufe zu verbessern, die Zusammenarbeit zu stärken und die Teilhabe im Arbeitsleben nachhaltig zu fördern.